Muspelheim
Muspelheim heißt in der germanischen Mythologie das im Süden gelegene Land des Feuers und der Glut. So glühend, heiß und brennend ist Muspelheim, dass nur Eingeborene und keine Menschen dort überleben können.1
Muspelheim ist ein viele Zeitalter vor der Schöpfung der Erde entstandener Pol des alten Chaos und der Gegenpol zu Niflheim, dem Land der Kälte und der Dunkelheit. Beide Länder trennt Ginnûngagap, die Kluft der Klüfte.2
Gehütet wird Muspelheim von Surtr, dem Träger eines flammenden Schwertes.3 Am Ende der Welt, zu Ragnarök der Götterdämmerung, wird Surtr kommen, alle Götter besiegen und die ganze Welt in Flammen verbrennen.4
Fußnoten
- , Die deutsche Götterlehre, Kapitel Zeit und Welt, Leipzig 1852.
- , Deutsche Mythologie, Kapitel XIX, Wiesbaden 1835.
- Jacob Grimm, Kapitel XXV, a.a.O. und , Die Edda, die jüngere Edda, Gylfaginnîng 4, Stuttgart 1878.
- Johann Wilhelm Wolf, Kapitel Zeit und Welt, a.a.O..
